Hauptversammlung am 21.9.2011

Veröffentlicht am 24.09.2011 in Ortsverein

Bei der Hauptversammlung am 21.9.2011 stand neben der notwendigen Neuwahl des Vorstandes die Diskussion zur Parteireform im Mittelpunkt.

Sind Mitgliederversammlungen mit Vorstandswahlen eine „coole“ oder „un-coole Sache?“ Eher „un-cool“, es sei denn man verbindet sie mit einem wichtigen Thema, wie in Aichwald praktiziert! Für einen Ortsverein sind das vor allem kommunalpolitische Themen, wie z .B. die für diesen Abend eigentlich vorgesehene Halbzeitbilanz seines Kommunalwahl- programms. Aus aktuellem Anlass wurde dieses Thema jedoch vertagt und durch die Diskussion um die geplante Parteireform ersetzt. Die Ortsvereine sind zur baldigen Stellungnahme aufgefordert.
Die Aussicht auf eine spannende Diskussion zum Thema Parteireform beflügelte denn auch die turnusmäßig geforderten Vorstandswahlen. Die seitherige 1.Vorsitzende, Kerstin Binder, bleibt auch die künftige. Für ihre verlässliche Arbeit erhielt sie nach ihrem Rechenschafts-bericht aus der Mitte der Versammlung einen Blumenstrauß. Höhepunkte, so Kerstin Binder in ihrem Bericht zu ihrer abgelaufenen Amtsperiode, waren vor allem die Mitgliederver-sammlungen mit MdB Rainer Arnold zu Afghanistan, die heiße Debatte mit MdL Wolfgang Drexler zu S21, schließlich die beiden Mitgliederversammlungen zum Thema „Was ist sozial gerecht?“. Zum zweiten Vorsitzenden des Ortsvereins wurde Kreis- und Gemeinderat Michael Neumann gewählt. Josef Sienel bleibt der gewissenhafte Kassierer als den ihn Mitglieder und Vorstand schätzen. Waltraud Sienel hält als bewährte Schriftführerin und Beisitzerin des Vorstands weiterhin die Beschlüsse der Mitglieder- und Vorstandssitzungen fest, notwendige Voraussetzung für eine nach demokratischen Spielregeln arbeitende Partei. Weitere Beisitzer im Vorstand sind der Fraktionsvorsitzende und 2. stellvertretende Bürgermeister Uli Richter, Margarete Proß, Michael Reif und Hermann Proß. Damit sich die Waage zwischen Kontinuität und Erneuerung im Gleichgewicht hält, wurde mit Claudia Holz-Schipper und Prof. Dr. Jürgen Blum zwei weitere Beisitzer in den Vorstand gewählt. Letzterer übernimmt zugleich das Amt des Pressereferenten. Gabi Pirron, die nicht mehr für den Vorstand kandidierte, erhielt den Dank der Versammlung für ihre jahrelange Mitarbeit.
Weil Parteimitglied Nikolas Fink das Wahlprozedere souverän und zügig leitete, blieb viel Zeit für die vorgesehene Diskussion zur Parteireform. Sie stand ganz unter dem von Kerstin Binder vorangestellten Leitspruch Einsteins: „Mehr als die Vergangenheit interessiert mich die Zukunft, denn in ihr gedenke ich zu leben“. „Zukunft“ heißt für die SPD noch mehr Transparenz und eine noch breitere Beteiligung an politischen Herausforderungen. Beides sind Leitbegriffe der geplanten Parteireform. Zentrale Frage der lebhaften Diskussion war und bleibt: Welche organisatorischen Maßnahmen innerhalb der Partei erleichtern den Prozess zur Mitmachpartei, auch für Nicht-Mitglieder. Was Offenheit angeht, so ist die SPD Aichwald bereits ein gutes Stück weit in Richtung Zukunft gegangen: An einigen kommunalpolitischen Aufgabenstellungen haben bereits Nichtmitglieder mitgearbeitet (z.B. beim Kommunalwahlprogramm, bei der Aktion Spielplätze, bei erneuerbare Energien). Auch ist „Transparenz“ für Aichwalds SPD kein Fremdwort. Schon lange besteht eine gepflegte homepage (www.spd-aichwald.de). Und in Facebook ist der Ortsverein ebenfalls vernetzt.